FDP.Die Liberalen Lengnau zu Besuch bei...

Die FDP.Die Liberalen Lengnau setzt sich auch in der laufenden Legislatur für ein prosperierendes Lengnau ein. Leitlinien bilden dabei drei Kernthemen mit je drei Zielen. Kernthema 3 ist die Steuer- und Wirtschaftspolitik und eines ihrer drei Ziele sind gute Rahmenbedingungen für Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen.

Wie steht es mit den diesbezüglichen Bedürfnissen der Lengnauer KMUs? Der Parteivorstand wollte es wissen und beschloss, mit einer Delegation direkt bei verschiedenen Firmen vorzusprechen und die entsprechenden Fragen zu stellen.

Mollet Präzisionsmechanik AG

Als erste Firma besuchten Gemeinderat Peter Abrecht, Vorsteher Volkswirtschaft, und Präsident Hans A. Renfer im November 2018 die Mollet Präzisionsmechanik AG. Empfangen wurde die FDP Delegation von Daniel Mollet, Mitglied des Verwaltungsrats und CTO der Firma. Er führt die Firma zusammen mit seinem Bruder Marcel. Gegründet 1986 in Biel als Einzelfirma vom Vater der Mollet Brüder, Heinz Mollet-Rüfli, erfolgte 1988 die Umwandlung in eine AG. 2008 kam es zum Wegzug von Biel und zum Bezug des Neubaus an der Industriestrasse 22. Kernkompetenz der Mollet AG mit ihren 25 Mitarbeitenden ist die kundenspezifische Herstellung von medizintechnischen Instrumenten und Implantaten sowie die Fertigung präziser hochbelasteter Maschinenbauteile.

Nach einer kurzen Vorstellung der FDP durch ihre beiden Vertreter entwickelte sich ein interessantes Gespräch, geleitet durch verschiedene Fragen. Für Lengnau hat sich die Firma entschieden, weil sie von der Burgergemeinde Lengnau zu fairen Bedingungen ein Grundstück im Baurecht erwerben konnte. Unter gleichen Bedingungen wäre wohl auch heute wieder ein Zuzug nach Lengnau ein Thema. Daniel Mollet sprach weiter die hervorragende Verkehrsanbindung an, über welche Lengnau heute verfügt. Ein Asset, welches bei der Suche nach Mitarbeitenden wie beim Warentransport ins Gewicht fällt. Auf die Frage, wie Lengnau weiter als attraktiver Wirtschaftsstandort wahrgenommen werden kann, brachte der CTO das Thema „Technologiepark Lengnau“ aufs Tapet. Ein Einsatz der Gemeinde z.B. beim Vermitteln oder der Zurverfügungstellung von entsprechenden Räumlichkeiten – allein ausgerüstet mit Strom und Druckluft wäre genügend - würde sich seiner Meinung nach lohnen. Er ist überzeugt, dass damit sog. Start-ups den Weg nach Lengnau finden würden. Von der FDP als liberale und wirtschaftsorientierte Partei erwartet Daniel Mollet, dass sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten die KMUs bei deren Weiterentwicklung unterstützt, sei es indem sie hilft, administrative Hindernisse aus dem Weg zu „räumen“ und bei einem sinnvollen Ausbau der Infrastruktur der Gemeinde mitzuziehen.

Die FDP-Delegation hat die Botschaft verstanden, sie mitgenommen und Vorstand und Partei werden sich für die Anliegen von Daniel Mollet einsetzen.

Friedrich Gloor AG

Um ein weiteres Mal die Bedürfnisse der Lengnauer KMU in Erfahrung zu bringen, stand im Januar 2019 derjenige bei der Friedrich Gloor AG am Lindenweg auf dem Programm. Die Firma bezog 1971 auf einer Baurechtsparzelle der Burgergemeinde ein neues Fabrikations- und Bürogebäude, welches 2006/07 zu seiner heutigen Grösse umgebaut und erweitert wurde. Empfangen wurden Peter Abrecht und Hans A. Renfer von CEO Daniel Flury. Nach über 50-jähriger Familientradition übernahm er gegen Ende 2014 die Leitung des Unternehmens von Fred Gloor, dem Sohn des seinerzeitigen Gründers. Die Friedrich Gloor AG gehört zu den weltweitführenden Unternehmen in der Herstellung von Vollhartmetall-Werkzeugen mit logarithmischem Hinterschliff und beschäftigt über 60 Mitarbeitende. Hauptabnehmer der in Lengnau hergestellten Produkte sind Firmen in der Schweiz, in Deutschland und in den USA aus den Bereichen Antriebs-, Schliess-, Dental- und Medizinaltechnik sowie Décolltage und Uhrenindustrie. Der Exportanteil beläuft sich auf fast 60%.

Nach einer kurzen Vorstellung der FDP Lengnau ergab sich ein interessantes Gespräch zum Thema „Wie kann sich Lengnau weiterhin als attraktiver Wirtschaftsstandort positionieren?“

Die Vorteile für den Standort Lengnau sieht Daniel Flury einmal in der guten Anbindung an den öffentlichen und den privaten Verkehr. Bahnhof, Bushaltestelle und Autobahnanschluss liegen in naher Distanz zur Firma; ein Vorteil für diese selbst und für die Mitarbeitenden. Allerdings gestaltet sich laut Daniel Flury die Suche nach gut qualifiziertem Personal, welches immer benötigt wird, oft nicht einfach. Wie aber kann sich Lengnau für hochqualifiziertes Fachpersonal weiter als attraktiver Standort behaupten? Kann die Gemeinde da allenfalls Hilfestellung leisten? Neben einem attraktiven Steuersatz sieht Daniel Flury in einem guten Modell einer Tagesstruktur für Kinder, sowohl innerhalb wie ausserhalb der Schulferien, eine Möglichkeit, um gute Mitarbeitende nach Lengnau zu holen. Flexible Tagesstrukturen für Kinder sind nämlich für viele erwerbstätige Eltern eine Notwendigkeit, denn sie schaffen gleichwertige Möglichkeiten für Frauen und Männer, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren.

Die beiden FDP-Vertreter haben die Ausführungen von Daniel Flury verstanden. Vorstand und Partei werden sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für ihre Umsetzung einbringen. In diesem Monat steht der Besuch bei der Automosconi GmbH auf dem Programm.

 

autoMosconi

Im Rahmen der «Gespräche mit KMU» trafen sich Marcel Frattini, Präsident der FDP Lengnau, und Peter Abrecht, Vizepräsident, mit Marco Mosconi, Geschäftsinhaber von autoMosconi in Lengnau.

Marco Mosconi empfing die Vertreter der FDP Lengnau in seinen Räumlichkeiten an der Industriestrasse 10 in Lengnau. Die Räumlichkeiten übernahm er im Jahre 2014 von der Carrosserie Wälti. autoMosconi ist spezialisiert auf Carrosserie- und Lackierarbeiten an Fahrzeugen aller Art. Kompetente Beratung sowie die Erledigung des Schadenmanagements sind selbstverständliche Dienstleistungen, die Mosconi anbietet. Er beschäftigt derzeit fünf Mitarbeitende. autoMosconi ist das dritte KMU, das die FDP im Rahmen dieser Gesprächsserie besucht und Marco Mosconi beantwortet die gleichen fünf Fragen, wie die bisher besuchten Geschäftsführer:

Aus welchen Gründen haben Sie sich für Lengnau entschieden, und würden Sie dies wieder tun? 
Marco Mosconi: Durch die Übernahmemöglichkeit der Carrosserie Wälti war die Wahl des Standortes eigentlich bereits gegeben. Die unmittelbare Nähe sowie der direkte Anschluss zur Autobahn A5 ist natürlich ein weiterer
Vorteil. Für unsere Kundinnen und Kunden sind wir aus allen Richtungen gut zu erreichen. Wir würden uns wieder für Lengnau entscheiden.

Was schätzen Sie am Standort Lengnau?
Neben der guten Infrastruktur gibt es viele wichtige und schöne Faktoren, die für den Standort Lengnau sprechen. Die Aufnahme und Akzeptanz im Dorf als neuer Betrieb waren gleich von Beginn an sehr positiv. Schon nach kurzer Zeit hatten wir das Gefühl «man gehört dazu». Anlässe wie «Netzwerk Wirtschaft» sind eine super Sache, um sich kennenzulernen und auszutauschen. Wir freuen uns, ein Teil davon zu sein. Es sind viele neue Begegnungen, Bekanntschaften
und Freundschaften entstanden, freundschaftliche Geschäftsverbindungen mit vielen Betrieben in Lengnau. Man unterstützt und respektiert sich gegenseitig und das schätze ich sehr. Man fühlt sich in Lengnau «zu Hause».

Was fehlt Ihnen in Lengnau, und wie sollte sich Lengnau entwickeln, um als attraktiver Wirtschaftsstandort wahrgenommen zu werden?
Fehlen als solches tut eigentlich nichts. Durch die Ansiedlung der CSL Behring hat der Wirtschaftsstandort sicherlich bereits an Attraktivität gewonnen. Die Förderung eines Branchenmix von Dienstleistungen ist immer von Vorteil für einen attraktiven Wirtschaftsstandort. Das ist mit dem Zuzug von CSL Behring ja in einem aussergewöhnlichen Mass gelungen. Als Inhaber eines KMU bin ich immer glücklich über schlanke administrative Abläufe. Zu attraktiven  Gemeindesteueranlagen sagen wir natürlich auch nicht nein.

Wo sehen Sie Lengnau sowie Ihr Unternehmen in fünf Jahren?
Wir sind gespannt, wie und ob sich die Abläufe gerade bei uns im Industriegebiet mit dem vollständigen Arbeitsbeginn der CSL Behring ändern werden. Schon jetzt merken wir ja erheblich mehr Bewegung, sowohl motorisiert wie auch zu Fuss. Wir gehen davon aus, dass sich eine neue Dynamik einstellen wird.

Was erwarten Sie von der FDP als liberale und wirtschaftsorientierte Partei in der Gemeindepolitik?
Alle Entscheidungen, die zu Gunsten des Gewerbes und des Wirtschaftsstandorts getroffen werden, nehmen wir natürlich freudig zur Kenntnis. Ansonsten sind wir politisch neutral und äussern uns nicht zu parteispezifischen Inhalten. Wir bitten um Verständnis dafür.